Der Hintergrund der Durchsuchungen und Beschlagnahmungen am 20. Juni mutet abenteuerlich an: Es gab eine anonyme Webseite im Internet, die zu Protesten gegen den AfD-Parteitag in Augsburg aufgerufen hatte. Die unbekannten Betreiber dieser Webseite verwendeten eine beim alternativen E-Mail-Provider Riseup registrierte Mail-Adresse. [1] Für Spenden an riseup.net wiederum existiert beim Verein Zwiebelfreunde eine Bankverbindung für ein Spendenkonto. (Quelle ccc.de)

Ich finde das auch sehr merkwürdig. Und dann werden da viele Computer und Unterlagen einfach so mitgenommen. Auch Dinge die gar nicht zum eigentlich Fall gehören und die Existenzgrundlage einiger Beteiligter bilden.

Auch wenn die Durchsuchung im Nachhinein als Rechtswidrig erklärt wird, auf den Kosten bleiben die Unschuldigen sitzen und können zusehen, wie sie den Ruf wieder reparieren und Schäden minimieren.

Nochmal zum Mitmeißeln: Aus dem Vorhandensein einer E-Mailadresse bei einem großen freien Anbieter auf einer Webseite haben die Strafverfolger gefolgert, dass ein deutscher Verein in engem Zusammenhang mit den Aufrufen stehen müsse, der nichts weiter tut, als Spenden für diesen Anbieter abzuwickeln. Obwohl der Zwiebelfreunde-Verein offensichtlich mit dem Betrieb des Providers nichts zu tun hat, wurde er trotzdem en passant verdächtig. Dass die Durchsuchungen und Beschlagnahmungen angeordnet wurden, offenbart entweder hochgradige kriminalistische Inkompetenz oder bösen Willen bei den bayerischen Ermittlungsbehörden. (Quelle ccc.de)

Hoffentlich muss sich jemand für diesen Schwachsinn verantworten.