Bürgerservicenummer (BSN)

Für uns geht es bald in die Niederlande und in den Niederlanden braucht man für fast alle wichtigen Dinge des Lebens eine sogenannte Bürgerservicenummer (BSN). Also haben wir uns auf den Weg nach Heerlen gemacht, um eben diese zu beantragen. Bis auf den Reisepass benötigt man auch eigentlich keine Dokumente. In weiser Voraussicht jedoch, habe ich aber doch mal noch ein paar andere wichtige Dokumente mitgenommen.

Doch was ist eine Bürgerservicenummer überhaupt?

Die Bürgerservicenummer (BSN) ist eine einzigartige Nummer für alle Personen, die mit den niederländischen Behörden in Berührung kommen. Die Bürgerservicenummer können und müssen Sie stets öfter verwenden, beispielsweise bei Ihrer Gemeinde, im Krankenhaus, in Schulen, bei Ihrem Arbeitgeber oder bei Leistungsträgern. Mit der Bürgerservicenummer möchte der niederländische Staat das Dienstleistungsniveau für Sie verbessern, Betrug bekämpfen und den Datenschutz erhöhen. (Quelle)

Das klingt schon mal richtig gut. Weniger Aufwand und weniger Bürokratie wenn alle Behörden mit dem gleichen Datensatz arbeiten.

Bevor man sich aber auf den Weg macht, beantragt man auf der Webseite der Gemeinde einen Termin. Neben der Bestätigungsemail, wird am Tag vor dem Termin auch nochmal eine Erinnerung gesendet. Außerdem sind Termine bis spät Abends möglich. Soweit ich das sehen konnte, waren Termine bis 19:00 Uhr möglich. Das kenne ich so von deutschen Behörden eher weniger.

Auf dem Amt angekommen zieht man sich an einem der Touch-Screen-Automaten eine Wartenummer. Auf den zahlreichen und bequemen Stühlen darf dann gewartet werden. Wer es etwas gemütlicher mag, dem steht auch eine Couch und eine Sitzecke mit Internet-PC zur Verfügung. Abgesehen davon, ist die „Empfangshalle“ sehr geräumig und freundlichen eingerichtet. Viele Farben und nicht immer so ein tristes weiß/grau.

Nach knapp 10 Minuten wurde unsere Nummer aufgerufen. Wir also zum Servicedesk wo man uns erklärt hat, dass hier eigentlich für uns keine BSN zu bekommen sei, da wir ja nicht in dieser Gemeinde wohnen würden. Tja, und was soll ich sagen. Nachdem nennen des Arbeitgebers war es auf einmal dann doch möglich. Also die Arbeitsbescheinigung aus der Tasche gezogen und schon waren wir die besten Freunde.  Manchmal kommt man sich schon ein wenig „Wichtig“ vor – was man eigentlich gar nicht will – ab und zu ist es aber auch ganz gut so, es vereinfacht halt viele Dinge.

Nach ein paar Minuten dann waren alle Daten im PC und wir musste noch einmal die Schreibtische wechseln. Denn bevor es den Ausdruck mit der Nummer gab, wurden unsere Daten erneut vom jeweils anderen Mitarbeiter geprüft und für richtig befunden. Schön.

Wir haben nun unsere BSN und damit werden viele Dinge in den Niederlanden wesentlich einfacher.