Neue Blogging-Software: Writefreely

Vor ein paar Wochen bin ich beim Stöbern per Zufall auf im Tildeverse auf die Blogging Software writefreely aufmerksam geworden. Beim Durchklicken der verschiedenen Blogs und Inhalte der Nutzer, landete ich nämlich irgendwann auf der Seite von write.as die mit #writefreely eine professionelle Blogging-Platform betreiben.

Write.as und Writefreely

Write.as bezeichnet sich selbst als “A Place for focused writing”. Tja, und weil ich mit den letzten Updates von Bludit nicht mehr so ganz zufrieden war, habe ich mir das einfach mal angeschaut. Schöner Editor, schickes und einfaches Interface. Es funktioniert sogar auf dem Smartphone im Browser gut und es gibt eine App mit der sich Texte einfach und problemlos erstellen lassen.

Das alles funktioniert mit eine kostenlosen Account, doch kommt der schon mit einigen Einschränken daher. Doch als ich gelesen hatte, dass man die #writefreely-Software auch selber hosten kann, musste ich das gleich mal ausprobieren.

Writefreely ist in Golang geschrieben und damit super einfach zu installieren. Bzw. man muss halt gar nichts installieren, weil es ein in sich lauffähiges Binary für jedes Betriebssystem gibt (Notiz an mich selbst: Golang anchauen und lernen).

Auf meinem Mac habe ich das also gleich mal ausprobiert und war sofort begeistert. Wie auch write.as ging die Einrichtung schnell und unkompliziert und nach nicht einmal 10 Minuten war der erste Text zu lesen. Nachdem ich dann herausgefunden hatte, wie man statische Seiten erzeugt und das Aussehen der Webseite seinen Wünschen anpasst, habe #writefreely dann auf meinem uberspace installiert.

Writefreely auf uberspace

Auch hier hat die “Installation” nicht lange gedauert. Writefreely für Linux herunterladen, entpacken, Konfigurationsdatei erstellen und im uberspace einen freien Port anfordern und das Web-Backend mit Subdomain einstellen. Fertig!

Mit diesem Setup bin ich nun ein paar Wochen parallel gefahren. Erst habe ich den Post in der Test-Installation von Writefreely geschrieben und ihn dann auf meinem Blog veröffentlicht. Das lief wirklich gut, dass ich die ganze Zeit schon überlegt hatte, mit writefreely weiterzumachen und Bludit in die Wüste zu schicken. Mir wurde dann jedoch diese Entscheidung abgenommen und hier sind wir.

Das leere Backup

Letzte Woche kam eine neue Version von Bludit heraus und weil mich diese “es gibt eine neue Version” Meldungen nerven, habe ich also versucht meine Version zu aktualisieren. Backup machen, neue Version herunterladen, entpacken, alte Dateien überschreiben und gucken ob alles funktioniert. Doch leider war dem nicht so. Das Theme war kaputt und irgendwie war die Konfiguration verändert.

Aber ich hatte ja das Backup noch. Doch beim Erstellen des Backup muss ich irgendwas falsch gemacht haben, denn das Backup enthielt leider nicht die Dateien vom Blog, sondern von einem anderen Verzeichnis. Tja, und das Backup welches ich davor angelegt hatte, war sehr alt. Ich weis, kein Backup kein Mitleid. Will ich auch nicht. Selbst schuld.

Writefreely > Bludit

Allerdings hat auch eine Neuinstallation von Bludit nicht funktioniert, so dass ich dann die alten Beiträge hätte importieren können. Irgendwas war da nicht in Ordnung und ehrlich gesagt hatte ich auch keine Lust mehr das zu fixen, war da doch eine Software die mir gut gefällt.

Nicht das der Editor und die simple Gestaltung von Writefreely mir besser gefallen, nein, Writefreely ist in Go geschrieben und besteht nicht aus hunderten PHP-Dateien. Dazu kommt das es wesentlich performanter zu laufen scheint. Und ein ganz großer Pluspunkt ist der Editor. Der funktioniert nämlich wirklich, wirklich gut und das auch auf dem Smartphone-Browser. Bei Bludit habe ich nicht einen Editor im Smartphone-Browser benutzen können.

Tja, das war es dann auch eigentlich schon. Nachdem ich nun so viel ausprobiert habe, Wordpress, statische Generatoren (mynt, jekyll, octopress, pelican, hugo) und Bludit, wird es nun für (hoffentlich) eine lange Zeit lang Writefreely sein.

Entschuldigt also die Unannehmlichkeiten.

p.s. Ihr müsst die RSS Feeds aktualisieren. Diese konnte ich nämlich nicht umstellen.

#writefreely #welcome #bludit #wordpress