ZN80.net

Hallo, ich bin Carsten: Blogger, Gamer, Geek, Logistiker, Kaffee und Mate-Liebhaber

Zwölf Millionen Smartphones, Ein Datensatz, Null Privatsphäre

Keine Kommentare
Permalink: https://blog.zn80.net/2019/12/zwoelf-millionen-smartphones-ein-datensatz-null-privatsphaere/

EVERY MINUTE OF EVERY DAY, everywhere on the planet, dozens of companies — largely unregulated, little scrutinized — are logging the movements of tens of millions of people with mobile phones and storing the information in gigantic data files. 

New York times – the privacy project

klingt jetzt ziemlich beunruhigend und ich finde, dass sollte es auch. Nicht das ich dir Angst machen will, dass machen leider schon viel zu viele Politiker, aber es geht wieder einmal um Datensparsamkeit und um die Dienste die wir täglich nutzen und die unser Leben angeblich so viel einfacher machen.

Das Privacy Project der New York Times hat mit „Twelve Million Phones, One Dataset, Zero Privacy“ einen sehr gut recherchierten Artikel gebracht, der die Problematik um Bewegungsanalyse sehr gut beleuchtet. Zwar ist dieser nur auf Englisch verfügbar, aber trotzdem gut zu lesen. Falls es doch mal schwierig wird, dann nutze doch einfach deepl.com.

In dem Artikel wird beschrieben und sehr schön veranschaulicht, was alles in diesem einen großen Datensatz vorhanden ist. Es gibt gute Grafiken und animierte Bewegungsanalysen die ziemlich beeindruckend, aber auch erschreckend sind.

Es sind knappe 50 Milliarden Datensätze von über 12 Millionen Amerikaner die sehr Genua beschreiben, wann und wo sich jemand aufgehalten hat.

Today, it’s perfectly legal to collect and sell all this information. In the United States, as in most of the world, no federal law limits what has become a vast and lucrative trade in human tracking. 

Das Problem: es ist nicht verboten mit diesen Daten zu handeln! Einzig die Richtlinien weniger Unternehmen oder das Eingreifen einzelner Angestellter verhindern noch, dass solche Daten an Drittstaaten verkauft werden. Denn es ist wohl ziemlich einfach, mit Hilfe der Datensätze und öffentlich zugänglichen Informationen, dem ollen Trump zu folgen. Und das stellt dann glaube ich schon ein ziemliches Risiko dar.

“The human being is the weak link,” said Martijn Rasser, a former Central Intelligence Agency officer who is now a senior fellow in the technology and national security program at the Center for a New American Security.

Generell bietet sich daher an, die Datenschutzeinstellungen eueres Telefons mal anzuschauen und viele dieser unnützen Dinge abzuschalten. Denn wenn Daten von vielen Firmen zusammengeführt werden und mit öffentlich zugänglichen Daten kombiniert werden, dann entstehen sehr genaue und sehr detaillierte Profile. Mit diesen lassen sich der Wohnort, die Schule, der Arbeitsplatz, Hobbies und mehr bestimmen.

Selbst wenn man jetzt meint: „Ja das ist ja alles nicht so schlimm, ich habe ja nichts zu verbergen“ oder „Das ist mir egal, ich bin da nicht so“ mag das für die Person zutreffen. Allerdings ist es für viele andere ein Problem. Was ist mit denen, die vielleicht Missbrauchs-Opfer sind, die von Mobbing betroffen oder rehabilitierte Straftäter sind? Diesen ist es mit Sicherheit nicht egal, dass diese Daten frei und offen gehandelt werden.

Vielen ist es zwar egal, dass diese Daten gesammelt werden, allerdings ist es ihnen nicht egal wie mit diesen Daten umgegangen wird. Doch warum soll man es den Unternehmen von vornherein so leicht machen, diese Daten zu sammeln? Daher erneut der Hinweis: checkt eure Datenschutz- und Privatsphäre-Einstellungen auf euren Smartphones!

Denkt immer daran! Eure Daten werden gesammelt und benutzt und verkauft! Jede kostenfreie App die Werbung anzeigt sammelt viele, viele Daten! Und jetzt wo die Feiertage beginnen und viele ein wenig zur Ruhe kommen, solltest auch du dir ein wenig Zeit nehmen und mal schauen, ob man wirklich alle Apps braucht, ob man wirklich die ein oder andere Einstellung so richtig gesetzt. Ich wünsche euch viel Erfolg dabei.

Du kannst mit mir auf Twitter und Co diskutieren,
und wenn Dir der Beitrag gefallen hat, dann teile ihn mit deinen Freunden:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.