Traditionen nehmen oder lassen

Aktuell sorgt ein Beitrag auf Facebook in meinem Freundeskreis  für ein wenig Wirbel. Dort wird von der Gruppe „Initiative für mehr Flüchtlinge“ gefordert, dass auf dem ortsansässigen Oktoberfest Schweinefleisch und Kalbsfleisch getrennt wird, die Frauen sich weniger freizügig anziehen sollen und der Alkoholausschank reduziert werden soll.

Auf der einen Seite kann ich das mit dem Kalbs- und Schweinefleisch noch verstehen, die anderen Dinge aber nicht. Wir leben in einem freien Land in dem jeder Bürger fast alles machen kann was er möchte. Unter anderem auch, auf einem Oktoberfest mal richtig die Sau raus lassen. Und die Oktoberfeste, oder Feste im Oktober, haben hier eine wirklich lange Tradition. Warum sollen wir nun diese Traditionen brechen? Niemand wird gezwungen irgendwo dran teilzunehmen. Was nicht bedeuten soll, dass ich nicht für Integration bin. Wer Bier, Haxen und schöne Frauen im Dirndl nicht gut findet, für den ist das Oktoberfest grundsätzlich die falsche Veranstaltung – egal aus welchem Land man kommt oder welcher Religion man angehört.

Im Text heißt es:

Wir sollten alle dafür dankbar sein dass diese Menschen zu uns kommen, Schutz suchen und uns ihre Interessante Kultur zuteil werden lassen.

Ihre interessante Kultur zuteil werden lassen ist genau das, was aber irgendwie nie passiert. Ständig werden Traditionen beschnitten, um es anderen irgendwie recht zu machen. Warum gibt es kein Fest der Kulturen eben dieser Menschen die zu uns kommen? Diese Initiative für mehr Flüchtlinge sollte sich lieber hinsetzen und ein Fest auf die Beine stellen um uns diese Kulturen zuteil werden zu lassen, als alle anderen Dinge zu beschränken.

Ich weiß, dass ist ein schwieriges Thema, aber was meinst du/meint ihr dazu?

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2 Kommentare zu Traditionen nehmen oder lassen

  1. Daywalker sagt:

    Natürlich ist es ein schwieriges Thema – schwierig deshalb, weil Hinz und Kunz meint, er müsse seine Meinung dazu an die grosse Glocke hängen, statt die Klappe zu halten und zu helfen, da wo es nötigi ist.

    Gleichwohl bin ich ausdrücklich nicht der Meinung, dass das was wir (oftmals verknüopft mit einem leider) Kultur nennen, zurück nehmen müssen. Das wäre ich keinem Land der Welt anders. Aber was wir dringend lernen sollten ist: Rücksicht zu nehmen, da wo es einfach notwendig und sinnvoll ist.

    Der Muslim neben mir im Burgerladen isst Hähnchen – er hat mit meiner Essenswahl kein Problem und ich nicht mit seiner Essenswahl – wäre ich in seinem Land wäre das nicht anders. Und so weiter und so fort …

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