Blogparade: Warum ich hier Dinge ins Internet schreibe

Am Wochenden und über Weihnachten habe ich relativ viel gelesen. Auf jeden Fall mehr als die Wochen zuvor. Für alle die Blogs und RSS-Feeds nutze ich jetzt seit fast 2 Jahren Feedwrangler. Und weil ich echt viel Zeit gehabt habe, habe ich auch den Artikel von Timm Bösche nicht überlesen sonder beschlossen, daran teilzunehmen.

Die Blogparade „Wie bloggst du?“ geht noch bis zum 31. Dezember 2015 und somit habe ich noch ein paar Tage Zeit meinen Artikel zu verfassen. Interessant sind auf jedenfall die Beiträge der vielen teilnehmenden Blogs und ich versuche mal, meine Sicht der Dinge hier und jetzt niederzuschreiben.

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Warum blogge ich?

Ich blogge aus Spaß an der Freude. Früher habe ich Beiträge über Apple, iOS und Apps geschrieben. Mehr oder weniger erfolgreich. Einige wirklich gute App-Reviews sind da schon zusammengekommen. Allerdings habe ich irgendwann damit aufgehört und nur noch über das geschrieben was ich selbst behalten wollte. Eigentlich blogge ich heute nur noch das, was ich selbst in Erinnerung halten will. Seit kurzem sind da die Lesenswerten Links hinzugekommen und seit ich Elite: Dangerous spiele auch die CMDR Logs. Es macht Spaß das erlebte niederzuschreiben. Und ich habe ein Archiv der Dinge die ich für wichtig halte. „random ramblings“ halt.

Warum ich diesen Blog habe und keinen anderen?

Ich habe auch mal für andere Blogs geschrieben. Offenesblog.de zum Beispiel. Das war gut und es könnte auch bestimmt wieder gut werden. Allerdings braucht man dafür auch Zeit. Und die war in der Vergangenheit dann doch eher knapp und so habe ich alle anderen Projekte aufgegeben. Dieses Blog hier habe ich schon bestimmt 10 mal umziehen lassen. Allerdings bin ich immer wieder zurückgekehrt und so blogge ich hier seit mehrern Jahren.

Andere Blogs will ich auch gar nicht führen, da ich mich dann in jedem Blog auf ein eigenes Thema beschränken müsste und viel zu lange überlegen müsste was ich wo nun veröffentliche. Daher schreibe ich einfach alles was ich finde in diesen Blog hinein und gut ist!

Wie blogge ich

  1. Bloggst du aus beruflichen oder privaten Gründen?
    Ich blogge ausschließlich aus privaten Gründen.
  2. Wie organisierst du den Alltag um noch genug Zeit für das Bloggen zu haben?
    Das kommt immer darauf an. Für die LWL nehme ich mir neuerdings Sonntags immer so 30-60 Minuten Zeit. Gesammelt wird die Woche über. Meistens jedoch schreibe ich einen Beitrag wenn ich da gerade Lust drauf habe. Oder ich erstelle einen Draft und dann wieder der zu Hause in Ruhe vervollständigt.
  3. Nutzt du To-Do Listen?
    Ja nutze ich. Ich habe ein Buch wo ich alles reinschreibe was mir gerade so einfällt. Dabei versuche ich mich an das Bullet-Journaling zu halten. Zusätzlich habe ich Clear auf dem iPhone in das alles reinkommt was ich so unterwegs habe. Für Internetseiten die ich noch lesen will, nutze ich einerseitz Pinboard.in und die Leseliste von Safari.
  4. Setzt du dir Grenzen? Zum Beispiel zwei Stunden um andere Blogs zu besuchen und zu kommentieren, eine Stunde soziale Medien und dann eine Stunden um einen Artikel zu schreiben? Oder planst du das Bloggen so, dass du an einen Tag kommentierst, am nächsten Tag Recherche betreibst und am folgenden Tag einen Artikel schreibst?
    Ich versuche mir jeden Tag ein wenig Zeit freizuhalten um meinen Feedreeder zu lesen. Das klappt leider nicht immer. Ab und zu schauen ich auch schon mal zwei Tage lang gar nicht hinein. Dann habe ich Tage an denen ich viel lesen und alles mögliche kommentiere und speichere und schreibe und so. Für 2016 möchte ich mir aber vornehmen, diese Dinge mit mehr Disziplin anzugehen. Regelmäßig den Feedreeder lesen und häufiger kommentieren.
  5. Welche Motivation treibt dich zum Bloggen und wie setzt du deine Vorstellungen beim Bloggen um?
    Die Motivation zu bloggen habe ich erst kürzlich wirklich wiedergefunden. Jeder hat ja mal so Phasen in denen er keine Lust hat und am liebsten alles einfach sein lassen will. Hauptsächlich blogge ich aber, weil ich lustige, interessante und coole Dinge im Internet gefunden habe und die für mich festhalten will. Natürlich profitieren andere auch davon, sofern sie hier vorbeischauen und lesen was ich denn so alles von mir gegeben habe.
  6. Wo gehst du Kompromisse ein und auf was legst du beim Bloggen besonders großen Wert?
    Da ich so viele Dinge ausprobiert habe. WordPress, Tumblr, Blogger, WordPress, Tumblr, Pelican, Octopress, WordPress, und so weiter. Ich habe früher mal wert auf eine schnelle Seite gelegt, oder auf das, das ich mit Pelican was geiles schnelle hinbekommen habe. Allerdings ist die Fuckelei einfach zu viel und ich möchte auch von Unterwegs mal schnell was schreiben. Daher bin ich, wie man unschwer erkennen kann, immer wieder zu WordPress zurückgekehrt. Und da bleibe ich auch jetzt. Vielleicht werde ich irgendwann mal das Design wechseln. Allerdings muss es einfach, schnell und simple sein. Außerdem muss ich immer wieder Anpassungen machen um die Besonderheiten der Plugins einzuarbeiten. Um die Frage zu beantworten: Ich lege großen Wert auf einfaches und simples Veröffentlichen. Das geht nun mal nur mit WordPress.
  7. Was bedeutet für dich »richtiges« bloggen?
    Um ehrlich zu sein, versstehe ich die Frage nicht ganz. Ein wirkliches Ziel habe ich nicht. „richtiges“ Bloggen ist doch für jeden anders. Der eine will vielleicht jeden Tag mindestens einen Beitrag schreiben. Der anderen Montags, Mittwochs und Freitags. Ein Blog spiegelt immer auch ein wenig die eigenen Persönlichkeit wieder. Richtig bloggen für mich wäre dann wohl, dass ich einfach das schreiben kann was ich will, wie ich es will und wann ich will. Kein festes Schema wo jeder Beitrag irgendwie gleich aussehen muss. Und da sind wir wieder beim Untertitel: random ramblings – alles irgendwie zufällig. Das ist für mich richtiges bloggen. Wie ein Tagebuch, alles kreuz und quer niederzuschreiben, alles was mir gerade so einfällt.
  8. Wie schaffst du es, dich mit anderen Bloggern zu vernetzen?
    Wie oben schon erwähnt nutze ich Feedwrangler als RSS-Reeder. Zusätzlich dazu habe ich hauptsächlich Twitter in Benutzung. Google+ war mal, ist aber auch weg, und Facebook war mal, und wird es wohl nie werden. Google+ benutze ich weniger als 5 Mal im Monat, auf Facebook wird so gut wie nie kommentiert (geantwortet) und auf Twitter auch eher selten. Meistens geht die Kontaktaufnahme von mir aus. Vielleicht ändert sich das in Zukunft.
    Zusätzlich zu den sozialen Netzen habe ich nun schon zum vierten Mal am Blog-Adventskalender teilgenommen. Das ist immer wieder toll und man lernt auch so viele neue Leute und Blogs kennen. Wie den vom timm zum Beispiel.
  9. Welche Rolle spielen für dich Gastbeiträge, soziale Medien, Blogger-Treffen, E-Mails und Telefonate zu anderen Bloggern?
    Gastbeiträge habe ich mal gehabt. Da habe ich Bekannte angeschrieben und sie gebeten mir einen Fragenkatalog zu ihrem Smartphone-Homescreen zu beantworten. Das hat gut funktioniert. Leider habe ich Beiträge nicht mehr gefunden, sonst würde ich sie wieder einstellen. Ansonsten schreibe ich hier alleine und lasse auch keine Gastbeiträge oder bezahlte Artikel zu. In den sozialen Medien bin ich vertreten. Auf Twitter viel, auf Google+ sehr wenig bis gar nicht. Facebook eigentlich auch nur, weil es dort einige wenige gute Communitys gibt, die ich sehr zu schätzen gelernt habe. Facebook funktioniert für mich eher als Forum in dem es wesentlich einfacher ist, eine Frage zu stellen und sie (sehr) schnell beantwortet zu bekommen.
    Auf einem Blogger-Treffen war ich noch nie. Wollte immer mal zur re:publica fahren oder zum CCC. Bisher aber noch nie geschafft und ich bin da auch wohl eher zu klein für.
    E-Mails und Telefonate. mhh nun ja. Zu einigen Bloggern habe ich schon eine gewissen Freundschaft aufgebaut. Auch wenn wir uns noch nie gesehen haben. Telefoniert mit einem, habe ich allerdings noch nie.

So, ich hoffe mal, dass ich auf alle Fragen eine gute Antwort habe geben können. Vielen Dank an Timm Bösch für die Blogparade.

Inspiriert hier mitzumachen, wurde ich durch die Beiträge von:

Ich freue mich auf eure Kommentare. Wirklich! 🙂

 

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10 Kommentare zu Blogparade: Warum ich hier Dinge ins Internet schreibe

  1. Timm sagt:

    Hallo Carsten,
    vielen Dank für Deinen ehrlichen Artikel. Einige Dinge, die Du beschreibst, kenne ich auch zu genüge. Mehrere Projekte gleichzeitig zu betreuen ist nicht einfach und lässt am Ende oft den Spaß am Bloggen vermissen. Ich habe es auch probiert. 🙂
    Daher kann ich Deine Entscheidung, sich auf einen Blog zu konzentrieren, durchaus nachvollziehen. Das Blog als eine Sammlung aus dem, was Du nicht vergessen möchtest, zu nutzen, höre ich nicht zum ersten Mal und finde, dass eine gute Idee ist.
    Gerade habe ich eine Rezension geschrieben, in dem ein alter Mann ein Notizblock führen soll, in dem er genau das gleiche tut, nur nicht online. 🙂

    https://www.netzblogger.net/daniel-friedman-der-alte-dem-kugeln-nichts-anhaben-konnten/23145/

    Ein tolles Buch.

    Was ist LWL? Aus dem Zusammenhang kann ich es mir vorstellen, doch diese Abkürzung kenne ich nur unter „Ludwigslust“. 🙂
    Wie ich lese, bereitest du dich schon mehr auf einen Artikel vor, nutzt aber keinen Terminkalender, da Du nach Lust und Laune schreibst. Das kenne ich. Bei mir ist es auch den Lebensumständen geschuldet, doch bin ich der Meinung, dass das Bloggen, auch so wie wir beide es bisher getan haben, noch optimiert werden kann. So haben wir mehr Spaß und Zeit und am Ende vielleicht mehr Erfolg (wie auch immer die Zeile waren) mit unserem Blog.

    Du nutzt Pinboard für Websites. Die Browser haben doch inzwischen auch eine solche Funktion, wie z.B. Pocket bei Firefox oder eben die Leseliste bei Safari. Oder übersehe ich da etwas?

    Von Deiner Vorgehensweise mit dem Bullet-Journaling habe ich noch nie gehört. Nachdem ich jetzt die verschiedensten Beiträge gelesen und Versionen kennenlernen durfte, frage ich mich: „Dafür haben wir doch schon immer unsere Kalender gehabt. Ob als Ringbuch oder als Wandkalender.“ Will der Erfinder die Menschen wieder mehr zum Schreiben bewegen? So etwas in dieser Art hatten immer meine Klassenkameradinnen genutzt. Schön verspielt und bestimmt auch für „Listenreiche“ eine gute Hilfe.
    Auch ich habe das mal so probiert und bin jedes Mal bei der Umsetzung kläglich gescheitert. Dafür hat mir mein Leben einfach zu oft einen Strich durch die Rechnung gemacht. So konnte ich nur selten das durchführen, was geplant war. Als habe ich es letztendlich gelassen. Die Arbeit für die Organisation und die erreichten Ziele, waren einfach zu Gegensätzlich. Es gibt aber viele Menschen, bei denen das Leben planbar ist. Das ist diese Art, Bullet Journaling, eine gute Sache.

    Ich musste etwas grinsen, als ich Deine Geschichte mit den einzelnen Content-Systemen las. Kommt mir irgendwie bekannt vor. 🙂

    Wie Du schreibst, ist eine Definition für das „richtige Bloggen“ schwer machbar. Doch der eine bloggt täglich, der andere nur abundzu. Daher interessiert mich, welche Art und Weise, abhängig vom verfolgten Ziel, Deiner Meinung nach, ein optimales Bloggen sein kann.

    Wenn ich in den sozialen Medien immer wieder sehe, wann und wie viel auf andere Beiträge reagiert wird, frage ich mich immer: „Was haben die, was ich nicht habe?“ Echt. Es ist einfach unglaublich, welche Freunde, welches Netzwerk andere Menschen haben. Ich stehe ziemlich alleine da und für diese Verhältnisse klappt die Vernetzung mitunter ganz gut. Nur die Kommunikation – mehr als einmal, stellt mich vor einen Rätsel. Aber wie im Leben so auch im Blog. Nur dass es beim Blog manchmal leichter verschmerzen lässt.

    Nochmals vielen Dank für Deinen Artikel, den ich sehr aufschlussreich finde und mir bestätigt, dass es richtig war, die Frage, wie du bloggst, zu stellen. 🙂

    LG Timm

    • Carsten sagt:

      Hi Timm,

      danke für deinen echt langen Kommentar. Ja, die Frage zu stellen, war die richtige Entscheidung.
      Ich blogge gerne, sofern es die Zeit zulässt natürlich.

      • Timm sagt:

        Was würdest Du gerne ändern, um Dein Hobby noch etwas zu optimieren. Welches sind für Dich die Voraussetzungen, damit DU das Gefühl hast, das Bloggen hat sich (noch weiter) zum Positiven verändert?
        LG Timm

      • Carsten sagt:

        Hi Timm,

        ich weiß nicht. Vielleicht mehr Kommentare von anderen Nutzern. Ich bin seit ein paar Tagen in einer FB Gruppe und da geht echt die Post ab. Sind aber auch über 1000 Leute.
        Wenn sich mehr Leute dazu hinreißen würden ihren Senf dazuzugeben, dann wäre es glaube ich schon gut. So 5-10 Kommentare pro Woche würden mir schon reichen. Das man mit den Leuten in Kontakt bleibt.

  2. Pingback: Wie bloggst du? - Blogparade-Teilnahme / SAFFERTHAL.de

  3. Hallo Carsten,
    frohes neues Jahr, wünsche ich Dir. 🙂

    Vielen Dank, dass Du bei der Blogparade mitgemacht hast. Sie ist jetzt vorbei und ich habe eine Zusammenfassung erstellt. Wenn Du möchtest, dann schaue doch einfach mal vorbei. 🙂

    https://www.netzblogger.net/und-wie-bloggst-du-jetzt-kenne-ich-dein-geheimnis/23224/

    LG Timm

  4. Pingback: Blogparade „Und wie bloggst du?“ ist vorbei – zn80.net

  5. Pingback: Und wie bloggst du? – Jetzt kenne ich dein Geheimnis

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