Wire – Neue Messaging App mit WebRTC und Desktop Clients

Wire - Products - Family

Mit Wire gibt es nun noch einen Messenger, der um die Gunst der Nutzer buhlt. Die Firma mit Hauptsitz in der Schweiz verspricht, dass man mit Wire Textnachrichten, Sprachnachrichten, Videos, Bilder und Musik teilen kann. Das ist jetzt nichts Neues, dass können andere Messenger auch, aber mit dem WebRTC-Standard, kann man all diese Dinge auch an den Browser schicken.

Installation

Wire kann kostenlos heruntergeladen werden und kommt mir nur 10 MB für iOS ziemlich schmal daher und kann auch unterwegs schnell installiert werden. Wire gibt es für iOS, OS X und Android. Eine Windows Version ist noch nicht vorhanden, wird aber wohl noch erscheinen.

wire_register_picture_fullname

Nach dem Download segnet ihr die Nutzungsbedingungen ab in klickt auf den gelb leuchtenden Register-Knopf. Jetzt müsst ihr ein Foto aus eurer Bibliothek und eine Farbe wählen. Hier wäre es schön gewesen, wenn ich ein Symbol oder einen neutralen Avatar hätte auswählen können. Im zweiten Schritt tragt ihr euren Namen ein, dann in Schritt drei eure E-Mail-Adresse für die Verifizierung und schließlich müsst ihr noch ein Kennwort vergeben.

wire_register_email_password

Wenn alles richtig war und ihr euch bei der E-Mail-Adresse nicht vertippt habt, sollte ein paar Sekunden später eine E-Mail in eurem Postfach eintrudeln. Öffnen und auf den Link klicken zum verifizieren.

Account verified

Bei mir hat die Weiterleitung leider nicht funktioniert. Also habe ich Wire von Hand gestartet und mich angemeldet. Verwirrend ist die Navigation, da ich einen Screenshot von Wire selbst als Profilbild gewählt habe. Ich kann nicht wirklich feststellen, wo ich mich befinde. Ein Einstellungsmenü habe ich gefunden, doch leider lässt sich das Profilbild nicht ändern – das Profilbild lässt sich doch ändern! Im Einstellungsbildschirm tippt man einfach das Bild an und kann es durch ein anderes Foto ersetzen. Hier fehlt eine Einführung.

Abmelden kann man sich auch irgendwie nicht, dazu wird man die App wohl löschen und erneut installieren müssen. Meine Kontakte teile ich natürlich gerne um Freunde zu finden, die diesen Messenger ebenfalls benutzen. Doch alle angezeigten Personen, die mir vorgeschlagen werden, sind mir gänzlich unbekannt.

Bedienung

Die Bedienung erfolgt durch Wischgesten. Startseite ist die Kontaktliste mit den verbunden Kontakten. Nach unten wischen offenbart die Kontaktsuche in der ein Name oder eine E-Mail-Adresse eingegeben werden kann. Hat man die gesuchte Person gefunden, tippt man den Eintrag einfach an um sich mit der Person zu verbinden. Der Vorstellungstext kann vorher noch angepasst werden. Die zweite Seite ist dynamisch und zeigt entweder die Einstellungen an oder den Chat mit einer Person. Durch Wischen nach links wird der Inhalt des jeweils farblich markierten Eintrags aufgerufen. Möchte man etwas anderes sehen, muss man einen Eintrag antippen. Wenn man einen Kontakt nach rechts zieht, kann man die Unterhaltung archivieren oder stumm schalten. Archivierte Konversationen lassen sich durch einen Wisch von unten nach oben anzeigen.

In einer Konversation selbst kann man unten antippen und dann schrieben. Wischt man das Eingabefeld nach rechts, erscheint eine Reihe von Symbolen. Durch Antippen kann man den Kontakt nun anrufen, ein Bild oder Video teilen und mehr. Ob sich einzelne Einträge löschen lassen, kann ich nicht sagen, denn bisher habe ich noch niemanden gefunden mit dem ich mit Unterhalten konnte.

Fazit

An sich ist der Messenger nicht schlecht. Vor allem die Verfügbarkeit auf mehreren Plattformen gefällt mir sehr gut. Wenn jetzt noch Clients für Windows und Linux erscheinen, ist eigentlich alles abgedeckt. Aussehen und Design sind OK, die Wischgesten sind allerdings ohne eine Einführung, etwas fummelig und umständlich, wenn man nicht weiß, was man wo machen kann und wie man sich bewegt. Eine kurzes Tutorial wäre schon nett.

Ob sich der Messenger etablieren kann, wird sich zeigen. Allerdings bin ich davon überzeugt, dass er mehr verbreitung finden wird, wenn der Windows-Client erscheint. Vielleicht zieht WhatsApp dann ja nach und wirft ebenfalls eine Desktopversion auf den Markt.

Wenn Ihr den Messenger nutzt, schreibt mich doch einfach mal an. Ihr findet mich dort mit meinem vollem Namen.

 

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