Blog Adventskalender 2018 – 8.Söckchen

Heute ist Samstag der 8. Dezember 2018. Und es ist der 10. Geburtstag vom Blog-Adventskalender. Ich freue mich daher umso mehr, wieder einmal Teil dieser tollen Gemeinschaft sein zu dürfen.

Heute Am Tag vor dem 2. Advent stecken schon viele im Weihnachts-Stress und in den Vorbereitungen für das heilige Fest am 25. und 26. Dezember. Und auch wir sind fest in die Vorbereitungen. Neben Weihnachten aber auch noch für unseren Umzug in die Niederlande. Denn direkt im neuen Jahr werden wir uns aus Belgien verabschieden und in die schöne Stadt Den Haag am Meer ziehen.

Letztes Jahr um diese Zeit, genauer gesagt am 19. Dezember, hatte ich von Weihnachten in Belgien erzählt. Da waren wir quasi schon direkt mitten drin in den belgischen Feierlichkeiten. Und eigentlich wollte ich jetzt etwas über Weihnachten in den Niederlanden schreiben, doch haben wir das noch gar nicht miterlebt und so hätte ich es nur von anderen Seiten abschreiben können. Dann berichte ich doch lieber erst im nächsten Jahr, wie es uns in der Weihnachtszeit dort ergangen ist.

Daher gibt es in diesem Jahr eine selbstgeschriebene Weihnachtsgeschichte von meinem Papa, die er uns als kleines Kind immer vorgelesen hat. Und nach seiner Zustimmung darf ich euch nun diese Geschichte präsentieren:

Es hat die ganze Nacht geschneit. Der Schnee packte, genau passend zum Heiligen Abend, die Welt in einen dicken weißen Teppich. Alles sah so verändert aus, dieser Schmutz, dieses trostlose graue Neubaugebiet, wo Beate mit ihren Elten wohnte, wirkte auf einmal sauber und freundlich. Ein weißes Weihnachtsfest, wie sehr hatte Beate sich dieses gewünscht. Auf ihrem Wunschzettel, den sie schon Anfang Advent auf die Fensterbank gelegt hatte, stand bei noch vielen weiteren Wünschen der voller Sehnsucht erwartete Schlitten an erster Stelle. Aber erst einmal ging es hinaus in die weiße Pracht. In Windeseile hatte sie ihre Freundin abgeholt und zusammen bauten sie einen Schneemann mit einer Möhrennase, einer roten Pudelmütze und einem dicken roten Schal um den Hals. Endlich ein richtiger Winter!

Die Spannung vor Weihnachten wächst. Es war vor ein paar Tagen, als der Nikolaus da war, da hatte Beate gefragt: „Hat das Christkind auch meinen Wunschzettel erhalten?“ Der Nikolaus schlug das goldene Buch in seiner Hand auf und sagte: „Der Wunschzettel ist wohl angekommen, aber die fleißigen Helfer in der Weihnachtswerkstatt sind bis über die Ohren mit den Wünschen aller Kinder beschäftigt. Es werden von Jahr zu Jahr immer mehr Wünsche.“ Der Nikolaus berichtet weiter: „Sodass wir erst am Heiligen Abend mit der Verpackung und der Verschickung der Geschenke fertig werden. Leider wird dadurch die Weihnachtsfeier für die fleißigen Helfer nicht mehr stattfinden können.“ Beate hatte sich diese Worte zu Herzen genommen und in ihrem Nachtgebet bat sie das Christkind ihren Wunschzettel bis auf den Schlitten zu streichen.

Beate träumt in dieser Nacht von den vielen eifrigen Engeln die dem Christkind halfen. Am nächsten Morgen hatte sie eine tolle Idee. Sie bat die Mutter ihr zu helfen, große Mengen Weihnachtsgebäck zu backen. Teig wurde geknetet, ausgerollt und Formen von Sternen, Tannenbäumen, Glücksschweinchen, Monde und Engelchen ausgestochen. Beate verzierte das Gebäck mit Schokoladenglasur und bunten Streuseln. Das machte ihr und ihrer Mutter sehr viel Spaß.

Nachdem sie beide fertig waren, sah Beate aus als hätte sie sich selbst im Mehl eingerollt. Den Plätzchenteig hatte sie bis an die Ohren sitzen. Am Abend legte sie die Plätzchen auf einen schönen geschmückten Teller, schrieb einen Brief dazu und stellte beides auf die Fensterbank.

Am Heiligen Abend, als Beate endlich in das Weihnachtszimmer gehen durfte, sah sie ihn sofort. Den großen neuen Schlitten, der noch schöner war als sie ihn sich gewünscht hatte. Auf dem Schlitten lag ein kleines Päckchen mit einem Brief. „Liebe Beate, wir habe uns über die wunderbaren Plätzchen sehr gefreut. Da wir etwas eher mit den Vorbereitungen fürs Weihnachtsfest fertig waren, werden wir uns das Gebäck auf der Weihnachtsfeier gut schmecken lassen. Eine kleine Überraschung als Dankeschön haben wir dir noch zusätzlich eingepackt. Herzliche Grüße, die Weihnachtsengel.“So einen Brief hatte Beate noch nie bekommen.

Als sie das Päckchen öffnete war dort eine Puppenküche eingepackt und sie freute sich riesig! Sie konnte es kaum erwarten, diese ihrer Freundin zu zeigen.

Das nächste Söckchen

Das nächste Söckchen findet ihr entweder in der Höhle des Löwen vom Michilin Maennchen, einer der vielen Schubladen der Quetchkommode oder an einem bunten Platz von Eckis Welt.  Eines davon ist das richtige Söckchen wo es morgen dann weitergeht. Bleibt also dran!

Ich wünsche Dir an dieser Stelle vorab auch schon mal eine tolle Weihnachtszeit, schöne besinnliche Tage und ein tolles Weihnachtsfest!

 

Bier aus Kelloggs Cornflakes

“Kellogg’s is working hard to eliminate food waste in our manufacturing processes and give our consumers the wholesome products they love with minimum impact on the planet. Our approach has delivered a 12.5 per cent reduction on food waste in our UK sites this year.” (Quelle)

Um die Nahrungsmittelverschwndung ein wenig zu bekämpfen, verwendet Kelloggs zurückgegebene Cornflakes zur Bierherstellung. Wo kann ich das kaufen bitte? Und warum hat das hier noch keiner ausprobiert?

Bürgerservicenummer (BSN)

Für uns geht es bald in die Niederlande und in den Niederlanden braucht man für fast alle wichtigen Dinge des Lebens eine sogenannte Bürgerservicenummer (BSN). Also haben wir uns auf den Weg nach Heerlen gemacht, um eben diese zu beantragen. Bis auf den Reisepass benötigt man auch eigentlich keine Dokumente. In weiser Voraussicht jedoch, habe ich aber doch mal noch ein paar andere wichtige Dokumente mitgenommen.

Doch was ist eine Bürgerservicenummer überhaupt?

Die Bürgerservicenummer (BSN) ist eine einzigartige Nummer für alle Personen, die mit den niederländischen Behörden in Berührung kommen. Die Bürgerservicenummer können und müssen Sie stets öfter verwenden, beispielsweise bei Ihrer Gemeinde, im Krankenhaus, in Schulen, bei Ihrem Arbeitgeber oder bei Leistungsträgern. Mit der Bürgerservicenummer möchte der niederländische Staat das Dienstleistungsniveau für Sie verbessern, Betrug bekämpfen und den Datenschutz erhöhen. (Quelle)

Das klingt schon mal richtig gut. Weniger Aufwand und weniger Bürokratie wenn alle Behörden mit dem gleichen Datensatz arbeiten.

Bevor man sich aber auf den Weg macht, beantragt man auf der Webseite der Gemeinde einen Termin. Neben der Bestätigungsemail, wird am Tag vor dem Termin auch nochmal eine Erinnerung gesendet. Außerdem sind Termine bis spät Abends möglich. Soweit ich das sehen konnte, waren Termine bis 19:00 Uhr möglich. Das kenne ich so von deutschen Behörden eher weniger.

Auf dem Amt angekommen zieht man sich an einem der Touch-Screen-Automaten eine Wartenummer. Auf den zahlreichen und bequemen Stühlen darf dann gewartet werden. Wer es etwas gemütlicher mag, dem steht auch eine Couch und eine Sitzecke mit Internet-PC zur Verfügung. Abgesehen davon, ist die „Empfangshalle“ sehr geräumig und freundlichen eingerichtet. Viele Farben und nicht immer so ein tristes weiß/grau.

Nach knapp 10 Minuten wurde unsere Nummer aufgerufen. Wir also zum Servicedesk wo man uns erklärt hat, dass hier eigentlich für uns keine BSN zu bekommen sei, da wir ja nicht in dieser Gemeinde wohnen würden. Tja, und was soll ich sagen. Nachdem nennen des Arbeitgebers war es auf einmal dann doch möglich. Also die Arbeitsbescheinigung aus der Tasche gezogen und schon waren wir die besten Freunde.  Manchmal kommt man sich schon ein wenig „Wichtig“ vor – was man eigentlich gar nicht will – ab und zu ist es aber auch ganz gut so, es vereinfacht halt viele Dinge.

Nach ein paar Minuten dann waren alle Daten im PC und wir musste noch einmal die Schreibtische wechseln. Denn bevor es den Ausdruck mit der Nummer gab, wurden unsere Daten erneut vom jeweils anderen Mitarbeiter geprüft und für richtig befunden. Schön.

Wir haben nun unsere BSN und damit werden viele Dinge in den Niederlanden wesentlich einfacher.